# aiSuite June Release 2026

Juni 2026

Im Juni haben wir die aiSuite an mehreren Stellen weiterentwickelt, mit einem klaren Fokus auf einfachere Nutzung, bessere Steuerbarkeit und mehr Effizienz im Alltag. Im aiStudio steht der Phonebot nun breiter zur Verfügung, Wissensquellen lassen sich gezielter aufbauen und Analyseansichten besser an die eigene Arbeitsweise anpassen. Im aiWorkplace erleichtert die neue Kauz-Selection die Modellauswahl und hilft dabei, KI-Kosten zu reduzieren, während weitere Verbesserungen bei Modellen, Unternehmenswissen und Workflows für mehr Orientierung und Produktivität sorgen.

Wie immer gilt: Wenn du wissen möchtest, welche Neuerungen für euren Einsatz besonders relevant sind oder wie du neue Funktionen sinnvoll aktivierst, unterstützt dich unser Kauz Serviceteam gerne.

# Chatbots, Telefonbots und Avatare im aiStudio

# Phonebot im aiStudio: Chatbots jetzt auch telefonisch nutzen

Den Phonebot haben wir bereits im Spring Release vorgestellt. Im Juni ist er nun breiter im aiStudio verfügbar. Damit kannst du neben Chatbots und Avataren auch Telefonbots im gleichen Tool konfigurieren und pflegen.

Auswahl des Bottyps in der Basiskonfiguration
Auswahl des Bottyps in der Basiskonfiguration

Ein Phonebot ist dabei ein eigener Bot für den Telefonkanal. Er kann neu aufgebaut werden oder auf einem bestehenden Chatbot basieren, den Kauz als Ausgangspunkt kopiert und anschließend in einen separaten Phonebot überführt. Dein bestehender Chatbot bleibt dabei unverändert.

Die separate Pflege ist sinnvoll, weil telefonische Dialoge meist anders gestaltet werden als Chat-Dialoge: häufig mit einem anderen Einsatzzweck, kleinerer Wissensbasis, kürzeren Antworten, anderer Ansprache und stärker geführter Gesprächsführung. Durch die Pflege beider Bots im aiStudio sinkt der Aufwand für beide Kanäle.

Im aiStudio kannst du dafür im Basis-Setup den Bot-Typ konfigurieren. Je nach Auswahl stehen passende Einstellungen zur Verfügung, beim Phonebot zum Beispiel für Sprachausgabe und Spracheingabe. Dazu gehören unter anderem Text-to-Speech-Provider wie Azure AI Speech oder ElevenLabs, Stimmen, Sprechgeschwindigkeit, Ausspracheregeln und benutzerdefinierte Terminologie für die Spracherkennung.

# Wissensbasis gezielter erweitern: Einzelne SharePoint-Dateien auswählen und besser crawlen

Im Juni haben wir den Datenimport für Wissensquellen im aiStudio weiter verbessert. Besonders praktisch ist die neue Auswahlfunktion für SharePoint: Beim Import kannst du jetzt nicht nur ganze Ordner auswählen, sondern auch einzelne Dateien gezielt ein- oder ausschließen. Dateien werden im SharePoint File Picker mit Checkboxen angezeigt, sodass du genauer steuern kannst, welche Inhalte in die Wissensbasis deines Bots übernommen werden.

Das hilft vor allem dann, wenn in einem Ordner nur ein Teil der Dokumente für den Bot relevant ist. Statt komplette Verzeichnisse zu importieren und anschließend mit unnötigen Inhalten im Index zu arbeiten, kannst du die Wissensbasis direkt beim Import sauberer kuratieren.

Auswahl einzelner Dateien beim Sharepoint-Import
Auswahl einzelner Dateien beim Sharepoint-Import

Auch beim Webcrawling und Recrawling gab es weitere Verbesserungen. Unter anderem wurde die Playwright-Integration erweitert: Klickbare Elemente können nun über ihre Beschriftung definiert werden. Das ist hilfreich, wenn relevante Inhalte erst nach einem Klick sichtbar werden, zum Beispiel in Akkordeons, Tabs oder „Mehr anzeigen“-Bereichen. Zusätzlich wurden Effizienz und Stabilität des Crawlings weiter verbessert.

# Persönliche Filtereinstellungen: Schneller weiterarbeiten im Conversation Viewer

Im aiStudio werden persönliche Filtereinstellungen im Conversation Viewer jetzt dauerhaft gespeichert und nicht mehr nur innerhalb einer Session. Wenn du regelmäßig mit bestimmten Zeiträumen, Kanälen, Referrern oder anderen Filterkombinationen arbeitest, musst du diese also nicht bei jedem Besuch neu setzen.

Die Speicherung lässt sich über die persönlichen Einstellungen steuern, die du über dein User-Icon erreichst. Wenn du lieber bei jedem Aufruf mit den Standardfiltern starten möchtest, kannst du das dort deaktivieren.

Zusätzlich gibt es eine neue Einstellung für „No referrer“. Ein Referrer zeigt an, von welcher Seite oder welchem Kontext eine Konversation gestartet wurde, zum Beispiel von welcher Unterseite deiner Website der eingebettete Chatbot geöffnet wurde. „No referrer“ bedeutet entsprechend, dass für eine Konversation kein solcher Ursprung übergeben wurde.

Konfiguration für "no referrer"-Filter im Conversation Viewer über Zahnrad-Symbol
Konfiguration für "no referrer"-Filter im Conversation Viewer über Zahnrad-Symbol

Standardmäßig werden Konversationen ohne Referrer nicht angezeigt, weil sie bei eingebundenen Chatbots häufig aus internen Tests stammen. Für bestimmte Setups kann es aber sinnvoll sein, diese Gespräche einzubeziehen, zum Beispiel wenn dein Chatbot noch nicht live ist oder bewusst nicht eingebettet verwendet wird.

Die „No referrer“-Einstellung gilt nicht nur für dich persönlich, sondern für alle aiStudio-Nutzenden desselben Chatbots und für alle Analytics-Seiten.

# aiWorkplace: Dein CompanyGPT

# Kauz-Selection: Automatisch das passende Modell für deine Aufgabe

Mit der Kauz-Selection wird die Modellauswahl im aiWorkplace deutlich einfacher. Statt vor jeder Anfrage zu entscheiden, welches Modell am besten passt, können Nutzende die Kauz-Selection verwenden: Sie wählt je nach Aufgabe automatisch ein geeignetes Modell aus.

Das ist sinnvoll, weil nicht jede Anfrage ein großes und teures Frontier-Modell braucht. Für einfache Wissensfragen, Zusammenfassungen oder Entwürfe reicht oft ein effizienteres Modell. Für komplexe Analysen, anspruchsvollere Textarbeit oder Coding kann dagegen gezielt ein leistungsstärkeres Modell eingesetzt werden. So entsteht ein besseres Verhältnis aus Qualität, Geschwindigkeit und Kosten.

Kauz-Selection als Standard in der Modellauswahl
Kauz-Selection als Standard in der Modellauswahl

Für Nutzende bedeutet das: Du musst die Unterschiede zwischen den Modellen nicht im Detail kennen, um gute Ergebnisse zu erzielen. Für Organisationen bedeutet es: KI-Kosten lassen sich besser steuern, weil leistungsstarke Modelle dort eingesetzt werden, wo sie wirklich Mehrwert bringen. Bei Organisationen, die die Kauz-Selection bereits nutzen, beobachten wir im Juni bereits erste deutliche Einsparungen im KI-Verbrauch.

Die Kauz-Selection ist dabei mehr als ein einfacher Model-Router. Sie wurde auf Basis wissenschaftlicher Ansätze, Kauz-eigener Tests und praktischer Nutzungserfahrungen entwickelt. Dadurch kann sie Aufgaben nicht nur günstiger, sondern auch sinnvoller auf unterschiedliche Modelle verteilen.

Mehr dazu erfahrt ihr hier: Dokumentation zur Kauz-Selection

# Mehr Orientierung und On-Premise-Optionen bei der Modellauswahl

Neben der Kauz-Selection haben wir auch die Modellübersicht im aiWorkplace verbessert. Es sind weitere Modelle hinzugekommen, unter anderem GPT-5.5 und Claude Anthropic Opus 4.8. Damit die Auswahl in der Administration trotzdem übersichtlich bleibt, bündelt der neue Popular-Tab häufig genutzte oder empfohlene Modelle.

Übersichtliche Darstellung beliebter Modelle für Administratoren
Übersichtliche Darstellung beliebter Modelle für Administratoren

Auch die UX der Modellauswahl im Chat wurde weiter verbessert. Unter anderem ist der Denkmodus jetzt als Toggle direkt im Modell-Dropdown verfügbar. Zusätzlich werden Modellfähigkeiten transparenter angezeigt, zum Beispiel ob ein Modell Bilder erkennen kann. So lässt sich schneller einschätzen, welches Modell für bestimmte Aufgaben geeignet ist.

Für On-Premise-Setups können außerdem selbst gehostete vLLM-Modelle über eine Base URL und einen API Key angebunden werden. Damit lassen sich eigene Modellinfrastrukturen flexibler im aiWorkplace nutzen, ohne individuelle Code-Anpassungen.

Konfiguration selbst gehosteter Modelle durch Administratoren
Konfiguration selbst gehosteter Modelle durch Administratoren

# Unternehmenswissen und Datenquellen besser nutzen

Auch die Arbeit mit bestehenden Unternehmensinformationen wurde im aiWorkplace weiter verbessert. Inhalte aus SharePoint und OneDrive sind bei der Dateiauswahl inklusive Ordnerstrukturen abgebildet. So kannst du gezielter mit Dateien und Ablagen arbeiten, ohne Inhalte erst manuell kopieren zu müssen. Zusätzlich hilft die neue Chatsuche, frühere Unterhaltungen schneller wiederzufinden: Sie durchsucht sowohl Chat-Titel als auch Inhalte.

Für strukturierte Datenquellen haben wir außerdem die Anbindung über GraphQL weiterentwickelt. Damit können komplexe Datenbestände per natürlicher Sprache abgefragt und die Ergebnisse anschließend weiterverwendet werden, zum Beispiel für Auswertungen oder tabellarische Übersichten. Ein konkreter Anwendungsfall ist die ODAV-API für Handwerkskammern.

Darüber hinaus gab es weitere Verbesserungen im Arbeitsalltag: Codeblöcke im Canvas lassen sich wieder komfortabler kopieren und alte Chats mit nicht mehr verfügbaren Modellen werden automatisch mit dem Default-Modell fortgesetzt.

# aiWorkflows: Prozessautomatisierung

# Einfachere Übersicht und bessere Weiterverwendung von Ergebnissen

Auch im Bereich Workflows haben wir die Struktur vereinfacht. Statt mehrerer unterschiedlicher Ansichten gibt es jetzt eine klarere Trennung zwischen Workflows und Executions. So findest du schneller, was du suchst: die eigentlichen Workflow-Vorlagen oder die bereits ausgeführten Workflow-Läufe.

Zusätzlich helfen neue Filter dabei, die Liste übersichtlicher zu machen. Du kannst zum Beispiel nach allen Workflows, eigenen Workflows oder Entwürfen filtern. Häufig genutzte Workflows lassen sich außerdem als Favoriten markieren und dadurch schneller wiederfinden.

Neu ist außerdem, dass Workflow-Ergebnisse im aiWorkplace einfacher weiterverwendet werden können. Du kannst Ergebnisse jetzt herunterladen, kopieren oder direkt im Chat weiter nutzen. Das ist besonders praktisch, wenn ein Workflow zum Beispiel eine Auswertung, einen Textentwurf oder eine strukturierte Zusammenfassung erstellt.

# KI-Power-Hour: Europäische Datensouveränität für KI

Immer mehr Unternehmen möchten KI nutzen und gleichzeitig die Kontrolle über ihre Daten, Infrastruktur und regulatorischen Anforderungen behalten. Gerade für mittelständische Unternehmen wird deshalb die Frage wichtiger, wie sich technologische Innovation mit europäischer Unabhängigkeit und klaren Betriebsmodellen verbinden lässt.

In dieser KI-Power-Hour schauen wir darauf, was europäische Datensouveränität in der Praxis bedeutet und welche Optionen Unternehmen heute bereits haben, um sich unabhängiger aufzustellen. Dabei geht es konkret um Technologien, Betriebsmodelle, EU-Hosting und verfügbare Alternativen am Markt.

Unser Gast Markus Tretzmüller von Cortecs gibt Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um souveräne KI-Infrastrukturen und zeigt, welche Bausteine für mehr europäische Unabhängigkeit relevant sind.

Im Fokus stehen unter anderem:

  • Wie Europa im Bereich KI und Dateninfrastruktur unabhängiger werden kann
  • Welche Rolle LLMs und europäische Rechenzentrumsbetreiber spielen
  • Was EU-Hosting konkret bedeutet und worauf Unternehmen dabei achten sollten
  • Welche Open-Source-Alternativen für Modelle aktuell verfügbar sind

Die KI-Power-Hour richtet sich an alle, die KI strategisch und zukunftssicher einsetzen möchten, insbesondere an Entscheider:innen aus dem Mittelstand, IT-Verantwortliche, Digitalverantwortliche und alle, die sich mit Datenschutz, Infrastruktur und technologischer Souveränität beschäftigen.

Mehr erfahren und anmelden: Kauz AI Power Hour